Bericht von einer
himmlischen
Masuren-Tour


Im heißen Sommer 2006 radelte eine Gruppe von 20 Personen durch Masuren und erlebte dieses herrliche Land hautnah.





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Wälder, Wasser, weites Land

VON DIETER HURCKS

Neugierig schwimmt die Schwanenfamilie an unserem Paddelboot vorbei, das lautlos auf der gemächlich fließenden Krutinna flussabwärts gleitet. Unter herüberhängenden Zweigen bietet der stark mäandernde, kaum hüfttiefe Fluss häufig Schatten, was in diesem heißen Sommer 2006 von allen Paddlern genossen wird. Wir sind in Masuren, dem ehemaligen Ostpreußen, und genießen in diesem polnischen Wasserparadies eine willkommene Abwechslung auf unserer Radtour kreuz und quer durch die masurischen Seen und bis hinauf nach Goldap an die Grenze zu Russland.

Angefangen hatte alles kurz nach Mitternacht am Hauptbahnhof von Hannover. Im Liegewagen lässt sich die gut neunstündige Bahnreise mit dem Euronight nach Warschau ganz gut überstehen, auch wenn an der Grenze, im Bahnhof Frankfurt/Oder alle geweckt werden müssen, weil der Zoll die Personalausweise einsehen möchte.

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Impressum und AGB

Nach Polens EU-Beitritt ist ja der Reisepass, geschweige denn in Visum, nicht mehr nötig. Früher kaum denkbar! Und so rollen wir dann endlich über die Oderbrücke ins östliche Nachbarland.
Warschaus Hauptbahnhof „Centralna“ ist ein undurchschaubares Labyrinth für jene, die wie wir der Landessprache nicht mächtig sind. Man muss schon suchen, ehe man einen Einheimischen findet, der einem auf Englisch oder gar Deutsch weiterzuhelfen vermag. Schließlich finden wir die große Halle doch, wo uns auch schon Andrzej, unser Reiseleiter, erwartet. Er und sein Bruder Robert transportieren unsere Radlertruppe mit dem 18-sitzigen Bus gen Masuren. Auf dem Anhänger warten nagelneue Fahrräder mit Federgabeln und Siebengangschaltung auf ihren ersten Einsatz.

Die Pension am See
Es ist schon später Nachmittag, als wir endlich die über einem See gelegene Pension Hubertus erreichen und nach dem ausgezeichneten landestypischen Abendbrot relaxen können. 17 Personen, die sich in der Mehrzahl untereinander nicht kennen, sollen sich nun zusammenraufen und gemeinsam elf Tage auf einer Radtour durch Masuren erleben - für Soziologiestudenten eine herrliche Gelegenheit zu Feldstudien.

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