Nach Polens EU-Beitritt ist ja der Reisepass,
geschweige denn in Visum, nicht mehr nötig. Früher
kaum denkbar! Und so rollen wir dann endlich über
die Oderbrücke ins östliche Nachbarland.
Warschaus Hauptbahnhof „Centralna“ ist ein
undurchschaubares Labyrinth für jene, die wie wir
der Landessprache nicht mächtig sind. Man muss
schon suchen, ehe man einen Einheimischen
findet, der einem auf Englisch oder gar Deutsch
weiterzuhelfen vermag. Schließlich finden wir die
große Halle doch, wo uns auch schon Andrzej,
unser Reiseleiter, erwartet. Er und sein Bruder
Robert transportieren unsere Radlertruppe mit dem
18-sitzigen Bus gen Masuren. Auf dem Anhänger
warten nagelneue Fahrräder mit Federgabeln und
Siebengangschaltung auf ihren ersten Einsatz.
Die Pension am See
Es ist schon später Nachmittag, als wir endlich die
über einem See gelegene Pension Hubertus
erreichen und nach dem ausgezeichneten
landestypischen Abendbrot relaxen können. 17
Personen, die sich in der Mehrzahl untereinander
nicht kennen, sollen sich nun zusammenraufen und
gemeinsam elf Tage auf einer Radtour durch
Masuren erleben - für Soziologiestudenten eine
herrliche Gelegenheit zu Feldstudien.
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